EOSIO-Lock

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Während Unveränderlichkeit (Immutability) von Smart Contracts oft gewünscht oder erforderlich ist, ist es äußerst schwierig Code zu schreiben, der niemals zukünftigen Änderungen bedarf. Für Softwareentwickler ist es ein Ding der Unmöglichkeit jedes potenzielle Szenario vorhersehen zu können, insbesondere beim Programmieren von komplexeren Anwendungen.

Glücklicherweise verfügen EOSIO-Smart-Contracts über ein flexibles Permissions-System, bei dem Entwickler auswählen können, unter welchen Umständen ein Smart-Vertrag geändert oder aktualisiert werden kann. Standardmäßig können EOSIO Smart Contracts geändert werden, wenn man über die entsprechenden Keys verfügt.  Jedoch, falls dies gewünscht wird, kann man durch die Funktion eosio.null einen EOSIO Smart Contract auch vollkommen unveränderlich machen. Durch diese Funktion werden alle Keys, die Zugriff auf den Smart Contract haben, irreversibel auf null setzt und dadurch unbrauchbar.

Einige dApps, wie die EOSDT-Stablecoin, sichern ihre zugrunde liegenden Smart Contracts, indem sie den Zugriff über eine MSIG dezentralisieren und die entscheidenden Keys an eine Vielzahl unabhängiger Parteien verteilen. 

Eine weitere Möglichkeit, Unveränderlichkeit in EOSIO Smart Contracts zu integrieren, wurde letzte Woche durch EOSIO-Lock vorgestellt. Diese Lösung basiert auf einem Zeitelement das in den Blöcken der EOS Blockchain gemessen wird. Mit EOSIO-Lock kann ein Smart Contract für einen bestimmten Zeitraum unveränderlich gemacht werden. Beispielsweise könnten dApp Entwickler die Option programmieren, ihren Code einmal im Jahr zu aktualisieren und dies ihren Benutzern mitteilen. Während des gesamten Jahres können Benutzer also zu 100% sicher sein, dass der Smart Contract unveränderlich ist. Bevor der Contract dann nach einem Jahr freigegeben wird, können die Benutzer ihr Guthaben zur Sicherheit abheben, bis zu dem Zeitpunkt an dem der Smart Contract geprüft und wieder unveränderlich geschaltet wurde.

EOSIO-Lock wurde vom dem Bloxchanger-Team entwickelt und das Team kündigte bereits weitere Entwicklungen an. Beispielsweise die Möglichkeit, einen auf unveränderlich geschalteten Smart Contract durch eine Abstimmung der Token Holder wieder freizuschalten.

Der zugrunde liegende Smart Contract accountlock1 ist allerdings noch sehr neu und es wurde bis jetzt noch kein Webinterface dafür entwickelt. Zur Zeit kann man also eosio.lock nur durch die EOS Command Line ausführen, auch als Cleos bekannt.

Diese fantastische Idee zeigt jedenfalls einmal mehr, wie flexibel das EOSIO Permission System ist und wie es Entwicklern ermöglicht ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Dieser Post wurde im Original als Teil von EOS Nation’s EOS Hot Sauce veröffentlicht. EOS Nation baut eine globale EOSIO Gemeinschaft auf und als Teil dieser Mission erstellen sie Inhalte in einer Vielzahl von Sprachen. Lese den vollständigen EOS Hot Sauce Artikel auf deutsch hier

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